Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2010 einen Anstieg des Bruttoinland-produktes um 3,9 Prozent und hebt damit seine unrsprüngliche Prognose von 3,1 Prozent deutlich an.
Auch im nächsten Jahr erwartet man ein weiteres Wachstum der Weltwirtschaft um 4,3 Prozent.
Deutschland zählt zu den Industrieländern mit der deutlichsten Prognoseanhebung.
Es wird ein Anstieg des BIP um 1,5 Prozent erwartet (zuvor prognostiiert: plus 0,3 Prozent). Im Jahr 2011 soll die deutsche Wirtschaft laut IWF um 1,9 Prozent wachsen. Grund dafür ist, dass Deutschland in den vergangenen Monaten besonders stark von der Wiederbelebung des Welthandels profitierte.
Der IWF erwartet, dass die Wirtschaft in der Eurozone im laufenden Jahr nicht wie bislang prognostiziert um 0,3 Prozent, sondern um 1,0 Prozent zulegen wird. 2011 werde sich das Wachstum dann auf 1,6 Prozent belaufen.
Für die USA rechnet der IWF nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 Prozent (zuvor: 1,5 Prozent) im laufenden und um 2,4 Prozent im kommenden Jahr. Die BIP-Prognose für China hob der IWF auf 10,0 Prozent nach zuletzt 9,0 Prozent für 2010 an. Im kommenden Jahr werde ein Wachstum von 9,7 Prozent erwartet.
Wie der IWF in seinem Update weiter schreibt, sieht er die Notwendigkeit, die Weltwirtschaft besser auszubalancieren. Wo die Konjunkturerholung noch nicht richtig Fuß gefasst habe, sei eine expansive Politikausrichtung weiter angemessen.
(ddp/roes)
27.01.2010