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"Da wird man dann schon nervös"
Foto: ADAC
ADAC-Test zu Bordcomputern
Auf die Verbrauchsangaben von Bordcomputern kann man sich nicht unbedingt verlassen. ADAC-Pressesprecher Maximilian Maurer sprach mit der Autogazette über negative Auswirkungen falscher Werte und Neu-Kalibrierungen.
von Thomas Flehmer
Der ADAC hat den Bordcomputern ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Lediglich zehn von 23 Geräten würden sich bei den Angaben der Verbrauchswerte im Toleranzbereich bewegen. «Sie sind in dem ganzen Konzept das am schwersten zu messende (...), deswegen ist es kaum möglich, auf diese Weise einen exakten Wert zu erhalten», sagt ADAC-Pressesprecher Maximilian Maurer der Autogazette.
Trotzdem könne auch ein falsch eingestellter Bordcomputer Autofahrern Verbrauchsschwankungen anzeigen. «Insofern hat der Bordcomputer schon seinen Sinn. Das ist auch der Grund, wieso wir diesen Test durchgeführt haben, dass der Autofahrer nicht meint, dass diese Scheingenauigkeit, die ihm durch die Kommazahl suggeriert wird, das die das Maß der Dinge ist», so Maurer weiter.
Bis zu einem gewissen Grad sinnvoll
Autogazette: Von 23 getesteten Bordcomputern geben lediglich zehn Geräte die Verbrauchsangaben zuverlässig an. Sind Bordcomputer damit überflüssig?
Maximilian Maurer: Wir haben nur eine Funktion der Bordcomputer getestet. Es gibt ja noch mehr Funktionen wie Ankunftszeit oder Durchschnittsgeschwindigkeit. Insofern sind Bordcomputer bis zu einem gewissen Grad sinnvoll.
Autogazette: Stimmen denn die anderen Angaben oder sind die Funktionen auch fehlerhaft?
Maurer: Die stimmen in der Regel relativ gut. Aber ein Bordcomputer muss natürlich immer kalibriert werden. Werden größere Reifen am Wagen angebracht, muss das Gerät darauf abgestimmt werden, sonst stimmen die Angaben nicht mehr, weil der Reifenumfang sich geändert hat.
Kaum eine Möglichkeit auf exakten Wert
Autogazette: Warum sind aber gerade die Verbrauchsangaben fehlerhaft?
Maurer: Sie sind in dem ganzen Konzept das am schwersten zu messende. Zwei Größen, die man exakt messen muss, werden dabei vorausgesetzt. Zum einen ist es der zurückgelegte Weg, zum anderen die in den Motorraum gelangende Kraftstoffmenge. Aber da kann man nicht einfach den Durchfluss einer Zuleitung nehmen, da wir heute sowohl Zu- und Ableitung haben. Zudem sind Durchflussmengen-Messgeräte sehr teuer. Deshalb behilft man sich mit anderen Parametern, die einem zur Verfügung stehen. Für die Motorsteuerung hat man zum Beispiel die Öffnungszeit der Einspritzdüsen und die Motordrehzahl. Gemeinsam mit den Wegstreckenangaben, die ich vom ABS erhalte, kann die Einspritzmenge errechnet werden. Aber schon eine geringfügige Herstellertoleranz bei den Parametern kann bei dieser Rechnung zu einem großen Fehler führen. Deswegen ist es kaum möglich, auf diese Weise einen exakten Wert zu erhalten.
Autogazette: In welchen Autos arbeiteten die zuverlässigsten Bordcomputer?
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