Was Sie über die neue Mini-GmbH wissen müssen

Für die Mini-GmbH reicht ein Startkapital von einem Euro aus. Die Reform des GmbH-Rechts bringt aber auch andere Neuerungen.

von Roland Oelfke

Am 1. November 2008 ist das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) in Kraft getreten. Ziel der Gesetzgebung ist es, das alte GmbH-Gesetz zu reformieren und die Voraussetzungen für eine GmbH-Gründung herunterzuschrauben. Mit den neuen Regelungen werden vor allem Wettbewerbsnachteile gegenüber der englischen Limited ausgeglichen. Außerdem regelt das neue Gesetz verschärfte Haftungsbedingungen für Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH, um vor allem dem Missbrauch der neuen Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) vorzubeugen.

Für die Gründung einer UG (haftungsbeschränkt) – auch Mini-GmbH genannt – benötigt der Gründer lediglich ein Stammkapital von einem Euro. Das Stammkapital von 25.000 Euro für die "normale" GmbH bleibt bestehen. Mit dieser Regelung soll dem Boom der Limited entgegengewirkt und eine Gründung mit geringem Eigenkapital ermöglicht werden. Faktisch benötigen Sie natürlich auch für die Gründung einer Unternehmergesellschaft mehr als nur einen Euro. Die Kosten für die notarielle Beurkundung der Musterprotokolle und die Anmeldung zum Handelsregister halten sich jedoch in überschaubaren Grenzen.

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