Channels- News aus meiner Stadt
- Wirtschaftsnews
- Praxistipps
- Recht & Steuern
- Jobs & Karriere
- Messen & Veranstaltungen
- Förderung & Existenzgründung
- Firmenportraits
- Versicherung & Finanzen
Services- B2B Shop
- Auftragsdatenbank
- Gewerbeimmobilien
- Vorlagen & Verträge
- Fachbücher
- Bürospiele
|
Wie eine Volkswirtschaft wächst und warum sie abstürzt
Wer den Finanzmarkt verstehen will, muss nur den Nebelwerfer ausschalten
Ein wichtiger Grund für die Finanzkrise war die Tatsache, dass viele sich aufgrund der scheinbaren Komplexität der Materie aufs Nichtverstehen verständigt haben. "Wird schon gut gehen" war die Einstellung, mit der Volkswirtschaften, Unternehmen, Finanzprofis genau so wie kleine Privatanleger an die Wand gefahren sind. Dabei hätten das Wissen und die Entschlossenheit der oft bemühten "schwäbischen Hausfrau" genügt, die Krise abzuwenden. Denn wie man es dreht und wendet, man kann nicht mehr ausgeben, als man einnimmt. Um dieses grundlegende Wissen wieder sichtbar zu machen, blasen Peter und Andrew Schiff den Nebel weg, den die vermeintlichen Finanzexperten produzieren. In einer einfachen Fabel erzählen sie, "wie eine Volkswirtschaft wächst und warum sie abstürzt".
Nicht wir dienen dem Geld, sondern das Geld dient uns
Das Buch war ein enormer Erfolg in den USA, es wurde mit dem International Book-Award ausgezeichnet und liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor. Die Geschichte beginnt mit drei Männern, die auf einer Insel davon leben, tagtäglich einen Fisch zu fangen. Bis irgendwann einer anfängt ein Netz zu bauen. Nach und nach diversifiziert das kleine Inselvölkchen, entwickelt Kredite, gründet eine Bank, vergibt Darlehen und entschließt sich schließlich zur Einrichtung einer Gemeinverwaltung, also eines Staates.
Tolle Idee, wir drucken Geld!
Herrlich einfach skizzieren die beiden Brüder im ersten Teil die Entstehung, Funktion und Wirkung des Finanzsektors. Und zwar als Funktion der Wirtschaft und der Unternehmen (zur Bereitstellung von Krediten für Investitionen) und nicht umgekehrt! Im zweiten Teil beschreiben sie dann eine dramatische Talfahrt. Denn inzwischen ist der Staat nicht mehr ausführendes Organ der Gesellschaft sondern selbst zum mächtigen Akteur geworden. Mit dem Monopol, Geld zu drucken, hat er sich ein mächtiges Instrument geschaffen. Ein Instrument allerdings, das er in keinster Weise mehr unter Kontrolle hat. Die Finanzkrise erscheint hier also nicht als "Schwarzer Schwan" sondern als logische Folge der politischen Vereinnahmung des Tauschmittels Geld.
Einfache Wahrheiten, große Wirkung
Schnell wird klar, dass es sich hier um gestandene Anti-Keynesianer, um lupenreine Marktliberale handelt. Kein Wunder also, dass sie als Grund für die Finanzkrise den Staat mit seiner interventionistischen Politik verantwortlich machen. Dass die beiden Autoren über den Wahnsinn schweigen, die auch der Markt hervorzubringen in der Lage ist (die Privatisierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Sozialisierung der Verluste oder der zerstörerische Umgang mit Gemeingütern wie Luft und Wasser oder der noch heute zum Teil menschenverachtende Umgang mit der "Ware" Arbeitskraft), mag auch an innerfamilialer Solidarität liegen. Sitzt doch der Vater der Autoren Irwin Schiff, eine amerikanische Legende im Kampf gegen die Aufhebung des Goldstandards und damit verknüpft im Kampf gegen Steuern, mit 83 Jahren unbeugsam im Knast in Indiana. Dennoch, das Buch ist ein Lesevergnügen ersten Ranges und dazu noch lehrreich! Managementbuch.de Fazit: Bedenklich, dass die Brüder Schiff ein "Märchenbuch" schreiben müssen, um solche Sätze sagen zu können wie "wir können nicht mehr konsumieren, als wir produzieren, wir können nicht mehr borgen, als wir sparen". Aber umso wichtiger.
Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de
Das Fachbuch zum Artikel
Peter D. Schiff, Andrew J. Schiff: Wie eine Volkswirtschaft wächst und warum sie abstürzt ISBN: 3941493752
Jetzt online bestellen
Weitere Fachbuch-Tipps
Kaum eine Führungskraft, die noch nie mit einer Fehlbesetzung konfrontiert war: Eine Position ist neu besetzt. Bald stellt sich ein ungutes Gefühl ein. Nach geraumer Zeit ist gewiss, dass... mehr »
Für Angestellte ist lebenslanges Lernen längst Realität. Kaum jemand macht noch mit fünfzig denJob, den er mit zwanzig gelernt hat. Und bei vielen haben Qualifikationen... mehr »
Wie kann man hemmungslos aggressiven Jugendlichen aus den übelsten Gangs einigermaßen normales Sozialverhalten beibringen?... mehr »
Service ist für Dienstleister heute eine der wenigen Möglichkeiten, sich vom Wettbewerb abzugrenzen. Und eine, die immer wichtiger wird. Denn über die vielfältigen... mehr »
Wir wissen, wie man Outlook benutzt, wie man Handys synchronisiert und Dateien verwaltet. Aber wie man so arbeitet... mehr »
Ein wichtiger Grund für die Finanzkrise war die Tatsache, dass viele sich aufgrund der scheinbaren Komplexität der Materie aufs Nichtverstehen verständigt haben. "Wird schon gut gehen" war... mehr »
|
|