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Mittelstand: Kostenlose Online-Plattform hilft, die Zukunft zu sichern
In fünf Schritten zur erfolgreichen Strategie- und Innovationsarbeit
Was will der Kunde von morgen? Wie verändert sich das Kerngeschäft in der Zukunft? Mit welchen Themen und Trends müssen Unternehmen rechnen? Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wurde eine kostenlose Online-Toolbox entwickelt, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Beantwortung dieser Fragen helfen soll.
Hilfe für den Mittelstand
Das neue Angebot ist auf der Plattform www.zukunft-im-mittelstand.de. Hier finden KMU den Methoden-Baukasten für Corporate Foresight - der Zukunftsforschung in Unternehmen. Praxisnah beschriebene Methoden und Tools zum Herunterladen sind je nach Fragestellung flexibel kombinierbar. Auf diese Weise können Unternehmen sich ihre individuellen Zukunftsprozesse selbst zusammenstellen. Die Foresight-Toolbox hilft beim Aufbau von Methodenwissen, bei der Analyse von Marktveränderungen und Kundentrends sowie bei der Entwicklung von Zukunftsstrategien und Innovationsideen.
Problem des Mittelstands: Skepsis gegenüber Zukunftsforschung
Mittelständische Unternehmen stehen der Trend- und Zukunftsforschung eher skeptisch gegenüber: zu abgehoben, zu weit weg von den Problemen des unternehmerischen Alltags. Das soll sich ändern: Eine neue Internetplattform leitet praxisnah durch die fünf Schritte erfolgreicher Zukunftsarbeit.
Auf dem Portal bekommen Firmenchefs kostenlos Instrumente an die Hand, um frühzeitig wichtige Zukunftsmärkte zu orten. Entwickelt wurde das Praxistool von der Kölner Zukunfts- und Strategieberatung Z_punkt.
Die Zukunft für Unternehmen - in 5 Schritten erfahrbar
Mit Hilfe eines Baukastensystems werden klassische Zukunftsforschungsmethoden mit betriebswirtschaftlichen Planungsinstrumenten verknüpft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat dieses Projekt gefördert mit dem Ziel, den Weitblick und die strategische Kompetenz von mittelständischen Unternehmen zu verbessern. Der Methodenbaukasten, die Foresight-Toolbox, führt Schritt für Schritt an die Methodik der Corporate Foresight, der Zukunftsforschung in Unternehmen, heran. Jeder Foresight-Prozess läuft üblicherweise in fünf Schritten ab.
1: Die Vorbereitungsphase: Ziele definieren
Vor der Auswahl der Vorgehensweise steht die Frage, was Unternehmen mit einem Foresight-Prozess erreichen wollen. Geht es darum, Zukunftsstrategien zu erarbeiten, Innovationsideen zu entwickeln, neue Zukunftsmärkte und Kundengruppen zu erschließen oder Marktveränderungen frühzeitig wahrzunehmen? Für jedes Ziel stehen unterschiedliche Methoden-Kombinationen zur Auswahl.
2. Die Recherchephase: Trends und Veränderungen erkennen
Die Recherchephase dient der Informationssammlung. Viele Marktentwicklungen zeichnen sich schon frühzeitig im weiteren Unternehmensumfeld ab: Die Methode Umfeld-Scanning hilft, Rahmenbedingungen und Trends im weiteren Umfeld des Unternehmens und in der Branche zu untersuchen. Ein Raster grenzt die Suche ein: Üblicherweise unterteilt wird in die fünf Bereiche Gesellschaft, Technologie, Wirtschaft, Umwelt und Politik. Weitere Recherchemethoden: Markt-Scanning, Kontext-Scanning, Wettbewerbs-Scanning.
3. Die Analysephase: Die Treiber des Wandels verstehen
Jede Informationssammlung ist nichts wert ohne gezielte Auswertung: Um die Zeichen und Treiber des Wandels zu verstehen, eignen sich Trendanalysen. Sie sind eine wichtige Voraussetzung, um strategische Entscheidungen abzusichern. Anhand von zuvor festgelegten Indikatoren werden Entwicklungen beobachtet und für die Zukunft abgeschätzt. Tiefer geht, wer sich genau anschaut, welche Kräfte einen Trend fördern oder hemmen. Auch regionalspezifische Unterschiede geben wichtige Aufschlüsse. Weitere Analyse-Methoden: Impact-Analyse, Unsicherheitsanalyse, Akteursanalyse.
4. Die Projektionsphase: In die Zukunft denken
Je weniger sichere Prognosen für unternehmerische Entscheidungen zur Verfügung stehen, desto mehr bietet sich die Arbeit mit Szenarien an. Die Szenariotechnik ermittelt alternative, in sich schlüssige, Zukunftsbilder und leuchtet mögliche Entwicklungen aus. Mit der Roadmapping-Methode wiederum lässt sich abbilden, wie ein Produkt von der Idee zur Marktreife gelangt. Roadmaps liefern Aussagen über die Art, Geschwindigkeit und Richtung des betrachteten Themas. Weitere Projektions-Methoden: Trendextrapolation, Visioning, Backcasting.
5. Die Übersetzungsphase: Implikationen für das Unternehmen ableiten
Am Ende jedes Foresight-Prozesses steht die Entscheidung: Was sind die nächsten Schritte in Richtung gewünschter oder erwarteter Zukunft? Eine systematische Strategieentwicklung hilft, die eigenen Handlungsoptionen auszuloten. Mittels Marktpotenzialabschätzung lassen sich konkrete Marktsegmente beschreiben und ihre zukünftige Größe abschätzen. Die Portfolioentwicklung liefert Hinweise für die Bündelung von Investitionsbudgets in den attraktivsten Geschäftseinheiten. Bei der Entwicklung von Produktideen helfen Kreativitätstechniken, die aus Zukunftsszenarien und -visionen neue Ideen entstehen lassen.
Zur Plattform "Zukunft im Mittelstand"
Hier finden Sie die Plattform "Zukunft im Mittelstand": www.zukunft-im-mittelstand.de
Mehr Informationen zur Plattform:
www.z-punkt.de
02.10.2009
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Weitere Praxistipps für Unternehmen und Existenzgründer finden Sie in unserer Rubrik Praxistipps.
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