Beschäftigung 2009 auf den Rekordwert von 181 200 Stellen für Informatiker gestiegen
Die Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsindustrie (ITK) suchen in Deutschland weiter qualifizierte Informatiker. «Zwar ging die Zahl der offenen Stellen im Krisenjahr 2009 um 14 Prozent zurück, aber dennoch haben wir einen Mangel an Informatikern», sagte der stellvertretende Leiter Technik und Wissenschaft des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Dieter Westerkamp, am Montag im Vorfeld der Computermesse CeBIT in Hannover.
Aktuell gibt es in Deutschland rund 15 000 offene Stellen.
Die Beschäftigung stieg im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 181 200 Stellen für Informatiker. Das waren 4700 Beschäftigte mehr als 2008. Selbst zur Zeit des IT-Booms im Jahr 2000 beschäftigte die Industrie hierzulande gut 36 000 Menschen weniger. Parallel stieg allerdings die Zahl der arbeitslosen Informatiker mit Stand Januar auf 8426 (Januar 2009: 6538). Nach VDI-Angaben sind rund 20 000 Ingenieure arbeitslos. Dem stehen derzeit 48 000 offene Stellen gegenüber.
Die Zahl der Studienanfänger im Bereich Informatik sei 2009 zwar auf 36 000 angestiegen, sagte Westerkamp. Die Abbrecherquoten seien aber immer noch hoch. An Universitäten breche fast jeder zweite Anfänger das Studium ab.
Laut einer Umfrage des VDI unter knapp 400 Beschäftigten in rund 300 Unternehmen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise aber auch in der ITK-Branche Spuren hinterlassen. «Die Stimmung unter unseren Mitgliedern hat sich verschlechtert», sagte Westerkamp. Nur 16 Prozent der Befragten glauben, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit des IT-Standortes Deutschland bis 2015 verbessern wird. Vor einem Jahr sah dies in einer Umfrage noch jeder zweite so. Jeder Fünfte rechnet mit einer Verschlechterung.
(ddp/roe)
05.03.2010