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8 Fragen an ... Matti Niebelschütz, Mitgründer des Portals MyParfuem.de
Matti Niebelschütz, sein Bruder
Yannis und Patrick Wilhelm (v.l.)
Interview mit
Matti Niebelschütz, Mitgründer des Portals MyParfuem.de
Gemeinsam mit zwei Partnern hat Niebelschütz eine ebenso einfache wie geniale Geschäftsidee auf den Markt gebracht: Jeder kann sein individuelles Parfüm bekommen. Das funktioniert via Internet: Ein Nutzer kreiert seinen Wunsch-Duft einfach per Mausklick. Acht Billiarden Düfte sind rechnerisch möglich. Das junge Unternehmen gewann bereits verschiedene Preise, zuletzt den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (www.b-p-w.de).
b2b-deutschland.de: Herr Niebelschütz, wie kamen Sie auf die Idee, mit Parfüm Geld zu machen?
Niebelschütz: Die Idee vom eigenen Parfüm kam uns, als wir uns auf einer Geburtstagsfeier mit Freundinnen über deren Parfüms unterhielten. Eine der Frauen beschwerte sich, dass eine andere Frau „Ihren Duft“ trug. In diesem Moment wurde die Idee vom individuellen Parfüm geboren.
Sie haben gerade den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg gewonnen. Was macht Ihr Start-Up so erfolgreich?
Die Idee vom selbstdesignten Parfüm scheint den Nerv der Zeit genau zu treffen. Individualität und Internet - das sind die Trends der Zukunft.
Wie werden Sie die 10.000 Euro Siegesprämie investieren?
Die Siegesprämie wurde in die Umsetzung neuer Projekte investiert. Wir ständig dabei, unser System weiter zu verbessern. Erst kürzlich haben wir ein innovatives System zum Bedrucken unserer Glasflakons erfunden.
Inzwischen hat MyParfuem 16 Mitarbeiter. Und Sie sind erst 24 Jahre alt. Wie fühlen Sie sich als so junger Arbeitgeber?
Arbeitgeber zu sein ist eine große Verantwortung. Aus diesem Grund ist es mir sehr wichtig, stets vorbildlich zu handeln. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Das Team von MyParfuem ist allgemein ziemlich jung und die Kommunikation und Zusammenarbeit im Team läuft sehr gut.
Auch Ihr Bruder ist einer der Mitgründer. Ist das eher ein Vorteil oder ein Nachteil?
Die Vorteile überwiegen eindeutig. So können wir offen über alle Probleme sprechen und Missverständnisse schnell klären. Ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Gründern ist unerlässlich. Ein solches haben wir auch zu unserem Mitgründer, den wir bereits aus frühester Jugend kennen.
Parfüm ist ja eher ein Luxusgut. Wie stark spüren Sie die Wirtschaftskrise?
Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind für unser Unternehmen schwer abzuschätzen, da wir keine Vergleichszahlen aus früherer Zeit haben. Im Allgemeinen ist die Parfümbranche von der Krise jedoch vergleichsweise wenig betroffen. Nicht mehr der große Luxus, sondern der kleine Luxus - wie ein eigenes Parfüm - steht im Mittelpunkt.
Als Sie MyParfuem gegründet haben, waren Sie noch Studenten, und zum Teil studieren Sie ja heute noch. Wie haben Sie die Gründung parallel zum Studium geschafft?
Studium und Existenzgründung nebeneinander stellen eine große Herausforderung dar und lassen nicht viel Zeit für Privates. Allerdings waren wir von Anfang an von dem Geschäftskonzept fest überzeugt - das trieb uns voran. Was das Studium angeht, ist eine bestimmte Verzögerung unvermeidbar. Mittlerweile, rund ein Jahr nach Gründung, haben sich die Umstände normalisiert.
Welchen ultimativen Tipp können Sie anderen Gründungswilligen mit auf den Weg geben?
Eine erfolgreiche Unternehmensgründung besteht zu 10 Prozent aus einer guten Idee und zu 90 Prozent aus harter Arbeit. Wer gründungswillig und von einer Geschäftsidee überzeugt ist, sollte sich auch von anfänglichen Rückschlägen nicht enttäuschen lassen. Allerdings sollte man nicht versuchen, sich als Einzelkämpfer durchzuschlagen. Es gibt ein breites Angebot an Beratungen und Unterstützungen für Gründer. Diese Angebote sollte man wahrnehmen.
Herr Niebelschütz, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Das Gespräch führte Katrin Herdejürgen.
Ein Portrait des Unternehmens finden Sie hier: Kampf dem Duftdoppelgänger - Ein Gründerporträt
Mehr Informationen zu MyParfuem finden Sie auf der Internetseite des Unternehmens: www.myparfuem.de
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