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8 Fragen an ... Brita Marx, Unternehmerin des Landes Brandenburg 2009
Interview mit
Brita Marx, Unternehmerin des Landes Brandenburg 2009 und Chefin der Abbruch- und Recycling-Firma Brita Marx GmbH in Luckenwalde (Teltow-Fläming)
b2b-deutschland.de: Frau Marx, wir gratulieren Ihnen zum Gewinn des Wettbewerbs „Unternehmerin des Landes Brandenburg 2009“. Was machen Sie anders als andere Unternehmerinnen?
Marx: Ja, das weiß ich auch nicht. Ich denke, dass ich ein Mensch bin, der das, was er sich vornimmt, auch umsetzt. Ich fange nichts an und lasse es dann liegen. Und ich habe immer neue Ideen. So habe ich noch zwei weitere Firmen gegründet: die Boden Baustoff Verwertungs GmbH und die Brita Marx Historie. Das heißt, ich leite 3 Firmen, die sich gut miteinander ergänzen.
In der Abbruch- und Recycling-Branche sind Frauen als Arbeitgeber ja eher selten anzutreffen.
Ich denke, es ist egal, ob Mann oder Frau, wichtig ist, man versteht etwas von dem was man tut und wird respektiert und akzeptiert. Letzte Woche hatte ich Besuch von einem Mann aus der Branche, also Containerdienst und Abbruch, der in Berlin tätig ist. Er war sprachlos, und fragte mich: Wie machst Du das alles?
Das ist in der Tat eindrucksvoll. Zeitmanagement ist also eine Ihrer Stärken – was zählen Sie noch zu Ihren Stärken?
Ausdauer und Zielstrebigkeit, Verständnis und Mut.
Wie viele Mitarbeiter hat die Brita Marx GmbH aktuell?
Die Brita Marx GmbH hat momentan 13 Mitarbeiter und -arbeiterinnen, davon drei Azubis. Insgesamt arbeiten bei uns circa 20 Personen.
Wie kann man Arbeitsplätze auch in schwierigen Zeiten erhalten?
Wichtig ist, dass man das, was man in guten Zeiten erarbeitet hat, nicht alles ausgibt – zum Beispiel für ein großes Auto oder so. In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal die Kurzarbeiterregelung in Anspruch genommen und so alle gut über den Winter und das Frühjahr bekommen.
Hat sich seit dem Gewinn des Wettbewerbs etwas in Ihrem unternehmerischen Alltag verändert?
Nicht wirklich, aber ich bekomme noch immer viele Anrufe und Glückwünsche. Es ist eine große Anerkennung – auch für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Geschäftspartner hat mir ein schönes Buch geschickt – das fand ich sehr nett. Aber auch viele Leute haben mich angerufen, weil sie mich im Fernsehen gesehen haben, und daher wissen, was wir machen. Und sie benötigen den einen oder anderen Abriss. Aus Müncheberg kam eine Mail und eine nette Frau bot uns ihre alten, sehr gut erhaltenen Fenster an.
Ist auch in Ihrem Recycling-Unternehmen die Wirtschaftskrise zu spüren?
Bis zur Mitte des Jahres waren im Bereich Abriss keine kostendeckenden Aufträge zu bekommen. Unter Preis arbeiten wir nicht. Momentan haben wir so viel zu tun, dass wir kaum wissen, wie wir es schaffen sollen. Aber das hatten wir schon oft, so 2001 bei dem Kulissenbau für Roman Polanskis Film „Der Pianist“. Die Einsatzbereitschaft meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist sehr hoch.
Sie sind bereits seit fast 20 Jahren als Unternehmerin aktiv. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, etwas anders zu machen?
Ja. Wenn meine Kinder Christopher (26) und Jennifer (23) einmal die Firmen übernehmen, hoffe ich, etwas mehr Zeit für mich zu haben.
Frau Marx, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Das Gespräch führte Katrin Herdejürgen.
Mehr Informationen zum Unternehmen Brita Marx GmbH finden Sie auf der Internetseite des Unternehmens: www.container-marx.de
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