Geschäftsbanken, Förderbanken, Bürgschaftsbanken

Bank (cc) Geoff

Darlehen und Kredite sind an vielerlei Rahmenbedingungen gebunden und wer einfach Banken anspricht, ohne sich vorher zu informieren, wird zahlreiche Ablehnungen kassieren. Das Drama dabei: Hat ein Gründer oder ein Unternehmen erst einmal eine Ablehnung von einer Bank bekommen, gibt es in der Regel keine zweite Chance bei dieser Bank. So bleibt dann oft zum Zeitpunkt der Erkenntnis, dass wohl etwas schief gelaufen sein muss, keine Bank mehr übrig, bei der man es versuchen könnte. Deshalb: Beginnen Sie mit ein paar Grundlagen rund um Banken.

Bankenlandschaft in Deutschland

Geschäftsbanken oder auch Hausbanken sind die Banken, die Sie aus Ihrem Privatleben kennen. Volksbanken, Sparkassen, Deutsche Bank und viele andere stehen zur Auswahl und fast alle vergeben auch Darlehen oder Kredite an Gründer oder bestehende Unternehmen. Allerdings handelt es sich bei diesen Krediten oder Darlehen um Produkte der Geschäftsbank und es gelten keinerlei „gemilderte“ Bedingungen. Wer keine Sicherheiten und kein Eigenkapital hat, bekommt grundsätzlich kein Darlehen von einer Geschäftsbank.

Bessere Konditionen bieten Förderbanken

Förderbanken sehen ihre Aufgabe darin, attraktive Vorhaben zu unterstützen – auch wenn es an Sicherheiten und Eigenkapital mangelt. Nichtsdestotrotz wird es auch dort gerne gesehen, wenn ein Gründer oder Unternehmer Eigenkapital oder Sicherheiten einbringt; es ist aber im Gegensatz zu den Geschäftsbanken keine zwingende Voraussetzung. Die meisten Darlehen für Gründer von Förderbanken sind weiterhin mit einer tilgungsfreien Anlaufzeit verbunden und die Zinskonditionen sind auch etwas moderater als bei einem Darlehen einer Geschäftsbank.

Wo Sie das günstigste Darlehen bekommen

Das Startgeld der KfW ist wohl eines der bekanntesten Förderdarlehen. Aber: Bloß weil die KfW die bekannteste der Förderbanken ist, hat sie noch lange nicht immer das vorteilhafteste Darlehen. Während die KfW dem Bund zuzuordnen ist, haben faktisch auch alle Bundesländer eine eigene Förderbank. Diese Förderbanken bieten vergleichbare Darlehen und in einigen Fällen sind die Konditionen dort besser, als bei der KfW. Gründer und bestehende Unternehmen sollten sich also gut informieren und nicht einfach das erstbeste Darlehen auswählen. Fast alle Förderdarlehen der Förderbanken werden übrigens über die Geschäfts- oder Hausbanken abgewickelt. Der richtige Ansprechpartner findet sich also nicht bei der KfW oder bei einer Förderbank des Bundeslandes, sondern bei der Haus- oder Geschäftsbank. Nur in Ausnahmefällen gibt es Darlehen bei Förderbanken der Bundesländer, die direkt über die Förderbank abgewickelt werden – also ohne Einbezug der Geschäftsbank.

Bürgschaftsbanken als Alternative


Bürgschaftsbanken können ebenfalls hilfreich im Rahmen einer Gründung oder anderer unternehmerischer Pläne sein. Wer keine Sicherheiten vorweisen kann, hat die Möglichkeit über eine Bürgschaftsbank eine Bürgschaft zu bekommen, die dann bei der Geschäftsbank als Sicherheit gilt. Auch hier gilt das Prinzip „Die Geschäfts- oder Hausbank ist der erste Ansprechpartner“. Nur im Ausnahmefall bieten Bürgschaftsbanken eine so genannte Bürgschaft ohne Bank und können direkt angesprochen werden. Bürgschaftsbanken gibt es – wie die Förderbanken der Bundesländer – auch in jedem Bundesland.

Links zum Thema:

Linksammlung Förderbanken

Startgeld der KfW für Gründer

Überblick über Kredite der KfW

Infos & Tipps

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Die Autorin des Beitrags – Andrea Claudia Delp - berät Gründer und kleiner Unternehmen, ist als Autorin tätig und betreibt das Infoportal www.amaveo.de – die Infoseite rund um die Existenzgründung, den Businessplan und mehr.

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