Banken prüfen die Vorhaben von Gründern, kleinen undmittleren Unternehmen sehr sorgfältig. Viele Gründer und bestehende Unternehmen kommen jedoch gar nicht erst soweit, dass das Vorhaben genauer betrachtet wird und scheitern schon an der ersten Hürde, die es zu nehmen gilt. Bevor ein Vorhaben näher unter die Lupe genommen wird und in die Prüfung durch eine Bank geht, erfolgt eine grobe Einschätzung des Vorhabens und – wenn das Unternehmen bereits existiert – ein grober Blick auf die Vergangenheit des Unternehmens. Die hohe Ablehnungsquote bei Banken hat triftige Gründe und es lohnt sich, einen Blick auf diese Gründe zu werfen.
Kernkompetenzen aneignen
Jedes Unternehmen braucht für den Erfolg einige Kernkompetenzen. Die notwendigen Kernkompetenzen variieren von Unternehmen zu Unternehmen und wer ein Unternehmen gründen oder führen will, muss diese mitbringen. Dazu gehören in jedem Falle Branchenkenntnisse und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Man muss keine wirtschaftlichen Kenntnisse auf dem Niveau eines Betriebswirtes oder eines Steuerberaters mitbringen – aber man muss in der Lage sein, eine Tages- oder Monatsabrechnung zu machen, eine Rechnung zu schreiben und man muss die Rentabilität eines Produktes feststellen können. Wer sich in einer Branche überhaupt nicht auskennt, hat ebenfalls keine Chance bei einer Bank.
Kernkompetenzen mitzubringen, ist in der Tat wichtig, denn: Wer ein Darlehen aufnimmt und sich dann in die Selbstständigkeit stürzt, hat einfach keine Zeit für grobe Anfängerfehler. Kleinere Mängel bei den Kompetenzen kann man jederzeit mit Hilfe von Seminaren, mit Hilfe von Gründercoachings und mit anderen Maßnahmen ausgleichen. Besonders hilfreich ist dabei das Gründercoaching Deutschland, bei dem die KfW-Bank in Zusammenarbeit mit Regionalpartnern die Unterstützung in Form eines Coachings stark bezuschusst.
Businessplan sorgfältig vorbereiten
Ein mangelhafter Businessplan ist ein weiterer häufiger Grund für eine frühe Ablehnung. Wer einfach einen Download verwendet und mit Änderungen bei einer Bank abgibt, wird damit keinen Erfolg haben. Ein Businessplan ist essentiell – die Bank entscheidet bei Gründern in der letzten Stufe der Prüfung nur mit Hilfe des Businessplanes. Mit inhaltlichen Fehlern, fehlenden Kapiteln, mangelhaften Kalkulationen, nicht nachvollziehbaren Zahlen, nicht erkennbaren Alleinstellungsmerkmalen und vielem mehr handeln sich Jahr für Jahr viele Gründer und bestehende Unternehmen eine Ablehnung ein. Sowohl Gründer als auch bestehende Unternehmen müssen einen Businessplan abliefern.
Geringe Erfolgsaussichten sind ebenfalls ein Ablehnungsgrund. Die meisten Vorhaben sind nicht etwa mit einer brillanten und neuen Geschäftsidee verbunden – vielmehr handelt es sich meist um Vorhaben mit starkem Wettbewerb. Aus einem Businessplan muss hervorgehen, wie sich ein Unternehmen in einem solchen Wettbewerbsumfeld durchsetzen will. Aus dem Zahlenwerk muss ersichtlich werden, dass das Unternehmen oder der Gründer letztlich in der Lage ist, sowohl die Rückzahlung eines Kredits als auch die Zinszahlungen zu leisten. Dabei müssen auch die privaten Lebenshaltungskosten einbezogen werden. Nur wenn sich zeigt, dass genügend übrig bleibt, kann eine Bank ein Vorhaben unterstützen.
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