Open Source – Alternativen zur Microsoft-Allmacht

OpenOffice Calc

Microsoft bietet zwei Produkte an, um die kein Unternehmer herumkommt: Office und Exchange. Falsch, meint Andreas Gebhard. Er zeigt quelloffene und lizenzkostenfreie Alternativen zu den beiden Platzhirschen.

von Dominik Haile

An der marktbeherrschenden Stellung von Microsoft Office kann es hierzulande keinen Zweifel geben. Angestellte verschicken Word- und Excel-Dateien statt Text- und Tabellendokumenten. Auch die Powerpoint-Präsentation ist fester Bestandteil des Büro-Sprachschatzes. Dabei gibt es interessante Alternativen.

Open Office ist so eine. Word heißt hier Writer, Excel nennt sich Calc, und Powerpoint hört auf den starken Namen Impress. Das sind die größten Unterschiede. Die Alternative kann Dateien mit den Endungen doc, xls und ppt lesen und speichern wie es die Microsoftprogramme tun. Die Bedienung und der Funktionsumfang ähneln sich ebenso. Wer Microsoft bedienen kann, beherrscht auch Open Office.

Einige Unterschiede gibt es aber doch. Open Office trägt nicht ohne Grund seinen Namen. Denn die Software kommt mit offenem Quellcode und kostet grundsätzlich keinen Cent. Zudem liegt das Paket für alle möglichen Plattformen vor. Es muss nicht Linux sein. Auch die Betriebssysteme Mac OS X und natürlich alle Versionen von Windows werden unterstützt.

Kaum Formatschwierigkeiten

"Die Kompatibilitätsprobleme gehören fast alle der Vergangenheit an und werden in der Zukunft mit offenen Formaten ganz verschwinden", versichert Andreas Gebhard. Der Chef von newthinking stellt für seine Kunden ausschließlich quelloffene Software für die jeweiligen Anforderungen zusammen. Wer trotzdem Angst hat, ob ein Schriftstück oder eine Präsentation beim Kunden genauso aussieht wie gewünscht, kann die PDF-Funktion nutzen. Ein Knopfdruck transformiert das Dokument in eine schreibgeschützte Datei.

"Sollten umfangreiche Makros in den bisherigen Systemen vorliegen, ist die Sache natürlich etwas schwieriger", gibt Andreas Gebhard zu. Diese automatisierten Abläufe innerhalb von Programmen sind oft komplex und daher schwierig auf ein neues System zu übertragen. Unmöglich ist es aber nicht. Gebhard vergleicht den Umstieg auf Open Office mit der Aktualisierung einer Microsoft-Office-Version. Auch da kommt es zu Migrationsproblemen, und mancher bekannte Befehl ist an eine andere Stelle verschwunden.

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