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Bin ich zum Unternehmer geboren? Tipps für Existenzgründer, Teil 1
(cc) David Boyle
Wie finanzieren Sie ihre Geschäftsidee?
Versuchen Sie, ihr neues Projekt so weit wie möglich selbst zu finanzieren. Was Sie selbst bezahlen können, das schulden Sie niemandem. Somit minimieren Sie das Risiko. Reichen Ihre Mittel nicht aus, bleiben Sie vorsichtig mit Ihrem Kreditrahmen. Eine wirklich gute Geschäftsidee mit realistischen Marktchancen darf sicher teilweise fremdfinanziert an den Start gehen. Seien Sie sich aber bewusst darüber, dass damit auch der Erfolgsdruck steigt.
Loten Sie die Möglichkeiten einer privaten Finanzierung aus. Vielleicht können Sie Freunde und Bekannte für Ihr Projekt begeistern und als Teilhaber mit ins Boot holen. Planen Sie mit Fremdkapital nur so weit, wie es für Ihre Geschäftsidee unbedingt notwendig und für Ihre persönliche Situation vertretbar erscheint. Nutzen Sie die staatlichen Förderungen von Gründungszuschuss und Einstiegsgeld. Falls Sie einen größeren Kredit aufnehmen wollen, ist ein klar strukturierter Businessplan zwingend erforderlich. Informieren Sie sich auch über laufende Existenzgründer- und Businessplan-Wettbewerbe, die eventuell Preise ausloben.
Warum benötigen Sie einen Businessplan?
Existenzgründer stehen vor der Frage, ob sie direkt mit dem Aufbau ihres Unternehmens beginnen, oder zuvor einen Teil ihrer knappen Zeit in die Erstellung eines Businessplans investieren sollen. Der Traum von der Selbstständigkeit braucht einen sehr konkreten Rahmen, der absolut keine Fragezeichen offen lässt. Wer mit klaren Vorgaben, Absichten und Strategien startet, der hat alle Chancen auf Erfolg. Überlassen Sie den Platz in den Statistiken für Insolvenzen jenen, die ohne Ziel und Plan einfach mal anfangen, ohne genau zu wissen, wohin die Reise gehen soll.
Als zentrales Dokument Ihrer Existenzgründung stellt der Businessplan Ihre Geschäftsidee klar, umfassend und allgemeinverständlich dar. Er gibt einen Ausblick auf alle Chancen und Risiken, die Ihre Idee mit sich bringt. Spielen Sie auch Szenarien für den besten und den schlechtesten aller möglichen Fälle durch.
In Deutschland fordern Kapitalgeber, in der Regel Banken, für die Finanzierung eines Unternehmens einen Businessplan. Mit seiner Hilfe bewerten sie nicht nur das Potential einer Unternehmung, sondern auch, ob Sie realistisch geplant und Risiken richtig eingeschätzt haben. Bedenken Sie, dass Banken etwa dreiviertel aller Unternehmensneugründungen eine Kapitalspritze verweigern. Falls sie also auf einen Kredit zählen, ist ein guter Businessplan unerlässlich. Auch um Kunden oder Lieferanten zu gewinnen, ist ein Businessplan hilfreich. Er unterstützt Ihr kompetentes Auftreten und überzeugt potentielle Partner.
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In Teil 2 des Leitfadens lesen Sie:
- Wie bewerten Freunde und externe Berater Ihre Pläne?
- Unterstützt Sie Ihr Partner/Ihre Familie bei Ihrem Vorhaben?
- Wie gut ist Ihr persönliches Netzwerk?
- Wie erfährt die Welt von Ihrem Unternehmen?
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