Energiesparen ist auch Trend im IT-Bereich

Kosten sparen durch Innovation

Der 0-Watt-PC

Das Problem ist schon lange bekannt: PCs verbrauchen erst dann keinen Strom mehr, wenn man den Stecker zieht. Diese drastische Maßnahme birgt allerdings viele Nachteile, beispielsweise lässt sich der PC dann nicht mehr von Systemadministratoren während der Nachtstunden updaten. Fujitsu Siemens Computers bringt nun eine Weltneuheit mit zur CeBIT 2009, die dieses Problem löst: den ersten 0-Watt-PC, der im Standby-Modus keinen Strom mehr verbraucht.

Auf den ersten Blick scheint die Ersparnis bei einem einzelnen PC nicht besonders groß zu sein, doch bei Fujitsu Siemens Computers ist man davon überzeugt, dass es die globale Verantwortung verlangt, einen solchen PC bei technischer Machbarkeit auch herzustellen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass es sich nachhaltig mit dem Thema Green IT beschäftige und den Schutz der Umwelt sehr ernst nehme. Auch sei zwar die Ersparnis bei einem einzigen PC eher gering, aber wenn man an den riesigen PC-Bedarf der Zukunft denke, mache der 0-Watt-PC durchaus Sinn.

Der Alles-aus-Schalter


Wer kennt das nicht: Kaum ist die Haustür ins Schloss gefallen, beginnen die Zweifel. Habe ich das Bügeleisen ausgeschaltet? Läuft der Fernseher vielleicht noch? Dieser Stress soll ein für alle mal ein Ende haben. digitalSTROM.org stellt auf der CeBIT 2009 eine neue Technologie für mehr Sicherheit und weniger Energieverbrauch vor.

Ein kleiner, nicht einmal fingernagelgroßer Chip macht es möglich. Er vernetzt alle elektrischen Geräte über das bestehende Stromnetz und macht sie über herkömmliche Taster steuerbar. Beim Verlassen des Hauses wird mit einem "Alles-aus-Schalter", der an jeder beliebigen Steckdose angebracht werden kann, das gesamte Haus in Standby versetzt. Prinzipiell kann jedes elektrische Gerät mit einem digitalSTROM-Chip ausgestattet werden. Das System misst auch den Stromverbrauch bis auf die Ebene des einzelnen Geräts. Über ein einfaches Ampelsystem oder eine Auswertung am PC wird angezeigt, wenn der Energieverbrauch überdurchschnittlich ist. Eine defekte Kühlschrankdichtung wird damit genauso rasch entdeckt wie bislang der tropfende Wasserhahn.

Der "intelligente Stromzähler"

Gerade für Privatleute und kleinere Unternehmen gab es bislang kaum zeitnahe Transparenz über den Stromverbrauch und damit auch wenig Kontrolle und Anreize. Die EnBW präsentiert auf der CeBit ihren "intelligenten Stromzähler": Als erste Energieunternehmen bietet die EnBW in Baden-Württemberg und ihre Tochter Yello Strom bundesweit ein solches Produkt mit Echtzeitdaten in Serie an. Mit dem intelligenten Stromzähler kann man seinen Stromverbrauch direkt am eigenen PC-Bildschirm ablesen - sekundengenau oder im Wochen-, Monats- oder Jahresvergleich.

Doch die Erfolgsgeschichte des intelligenten Zählers geht weiter: Über die persönliche Energieeffizienz hinaus wird die neue Zählertechnologie im größeren Maßstab Dreh- und Angelpunkt eines völlig neuen Energiemanagements. Das zeigt die EnBW auf der CeBit am Beispiel des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts "MEREGIO" (Minimum Emission Region). In einer Modellregion in Baden-Württemberg werden dezentrale Stromerzeuger, -verbraucher und -speicher intelligent miteinander vernetzt - also zum Beispiel private Blockheizkraftwerke, Solaranlagen, Elektroautos oder Waschmaschinen und Kühlschränke.

03.03.2009

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