Gründerzentren gibt es viele. Doch trotz einer insgesamt außerordentlich positiven Beurteilung durch die Gründer setzen offenbar nicht alle dort an, wo es den Existenzgründern und Start-ups an Fachwissen, individueller Unterstützung und Fördermitteln mangelt – fand eine Diplomandin heraus. Der Knackpunkt: Steuerfragen und Buchhaltung, die offenbar noch zu kurz kommen.
von Katja Winckler
Gute Ideen brauchen ein Zuhause – beispielsweise in einem der zirka 400 Gründerzentren Deutschlands, die so gut wie alle Branchen betreuen. In der Regel bietet ein Gründerzentrum den Mietern eine sehr gute räumliche und technische Infrastruktur sowie ein fach- und branchenrelevantes Umfeld. Günstige Mietkonditionen, Gründergeist und individuelle Serviceleistungen – von Beratung über Büroservice bis hin zur Finanzierung – sollen das Profil eines Gründerzentrums abrunden. Doch entsprechen diese Anforderungen auch der Realität?
Ohne Gründerpersönlichkeit und Strategie kann man einpacken
Etwas, was die 26-jährige Arlett Trittel, Studentin an der Fachhochschule Nürnberg im Bereich „International Business“ herausfinden wollte. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit und unterstützt von der ORCO-GSG hatte sie sich vor kurzem mit Hilfe von interaktiven Fragebögen, Interviews sowie Primär- und Sekundärliteratur diesem Thema genähert. "Ich wollte dabei nicht theoretisch, sondern praktisch vorgehen. Deshalb habe ich mir diese drei verschiedenen 'Standbeine' gewählt, die alle in die Arbeit einfließen sollten, um möglichst objektiv zu sein", so Arlett Trittel.
Die gute Nachricht zuerst: 47 Prozent der Befragten beurteilten die Gründerzentren mit "sehr gut" und 28 Prozent mit "gut". "Drei Viertel meiner Interviewpartner, die den Fragebogen ausgefüllt haben, sagten zudem, dass sie aus dieser Institution einen hohen wirtschaftlichen Nutzen gezogen hätten", sagt Trittel. "Insgesamt kann ich mit meiner Diplomarbeit den Gründerzentren einen positiven Einfluss auf den zukünftigen Erfolg von Start-ups bescheinigen."
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